Energieberatung zu Hause
Die KlimaschutzAgentur bietet Ihnen drei Varianten einer geförderten Energieberatung zu Hause an. Bei der kostenlosen Einstiegsberatung erläutern wir Ihnen gerne, von welcher Vor-Ort-Beratung Sie am meisten profitieren. Doch lesen Sie weiter und erhalten Sie bereits wichtige Informationen vorab.
1. Fallmanagement vor Ort (FMO)
Beim FMO steht das persönliche Gespräch im Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem Energieberater machen Sie sich ein Bild und diskutieren Lösungen. Ein schriftlicher Kurzbericht des Beraters bringt wesentliche Aspekte auf den Punkt.
Wann hilft Ihnen das FMO?
- Wenn Sie Orientierung beim Planen von Modernisierungen benötigen
- Wenn Fördermittel - vor allem KfW-Einzelmaßnahmen - optimal genutzt werden sollen
Was leistet das FMO nicht?
Das FMO enthält keine systematischen Berechnungen und ist somit ungeeignet
- für Energieausweise auf Basis des Bedarfs oder
- für KfW-Nachweise für Effizienzhäuser
Als Endkunde bezahlen Sie nur 45 €. Weitere 168 € erhält der Berater direkt von der Verbraucherzentrale, so dass ein FMO eigentlich 213 € wert ist.
Auch diese Beratung können wir durch die Kooperation mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und durch die finanzielle Förderung des Projektes durch das Bundesministerium für Wirtschaft durchführen - zu Ihrem Vorteil!
2. EnergiesparCheck (ESC)
Der ESC hat seine Wurzeln beim Handwerk und setzt auch auf das persönliche Gespräch. Ein Gebäudeenergieberater des Handwerks - der gleichzeitig einen Handwerksbetrieb führen kann - rechnet mit Hilfe eines Programms verschiedene Lösungsmöglichkeiten durch. Sie erhalten einen schriftlichen Kurzbericht.
Wann hilft Ihnen der ESC?
- Wenn Sie eine rechenbasierte Energiediagnose des Gebäudes wollen gibt es i.d.R. keine günstigere Lösung als den ESC.
- Wenn Sie einen Energieausweis benötigen sparen Sie Geld, weil sich die beim ESC erhobenen Gebäudedaten im Rechenprogramm wiederverwenden lassen.
Was leistet der ESC nicht?
Die nach oben gedeckelten Kosten setzen beim ESC inhaltliche Grenzen. Er eignet sich daher weniger für die
- detaillierte Berechnung von Wärmebrücken
- Berechnung von Wirtschaftlichkeitsfaktoren
Die Kosten für Sie als Endkunden betragen 100 €. Da der Energieberater und das Land Baden-Württemberg jeweils 100 € zuschießen, ist der ESC eigentlich 300 € wert.
Wichtig für Sie: Inzwischen dürfen auch Ingenieure und Architekten sowie Techniker mit BAFA-Zulassung den ESC durchführen. Falls Sie einen praktisch orientierten Beratertyp mit hohem gewerkebezogenen Wissen suchen - z. B. Zimmerer, Stuckateure oder Heizungsbaumeister - finden Sie für Ihren ESC passende Gebäudeenergieberater mit handwerklichem Hintergrund.
3. BAFA-Vor-Ort-Beratung
Bei der BAFA-Vor-Ort-Beratung verbringt der Energieberater die meiste Zeit vor dem Computer. Er stellt für Sie geeignete Sanierungsvarianten zusammen und berechnet deren Wirtschaftlichkeit. Diese sehr umfangreiche Beratung gibt Ihnen Orientierung, wenn Sie mehr als drei Gewerke ausführen wollen - z. B. ein Heizungstausch und die gleichzeitige Dämmung von Fassade und Dach. Die höheren Kosten für die Energieberatung sind dann im Verhältnis zur Investition sinnvoll angelegt.
Bewerten Sie die Angebote zu einer BAFA-Beratung über die Inhalte. Das BAFA hat eine Checkliste mit Mindestanforderungen für BAFA-Beratungen
(50 KB) auf der Website veröffentlicht. Bei Bedarf könnten z.B. folgende Punkte zusätzlich enthalten sein
- die ausführliche Schilderung von Modernisierungsvarianten inklusive der Nutzung regenerativer Energien wie Fotovoltaik oder Kraft-Wärme-Kopplung
- ein vereinfachter und detaillierter Nachweis von Wärmebrücken
- die Vorbereitung der Antragstellung für Fördermittel
Wann ist die BAFA-Beratung für Sie der richtige Schritt?
- Wenn Sie eine umfassende Energiediagnose des Gebäudes benötigen
- Zwischenzeitlich ist es nicht mehr förderschädlich, einen bedarfsorientierten Energieausweis mit dem BAFA-Bericht zu erstellen.
- Wenn Sie ohnehin eine Thermografie beauftragen wollen, wird diese in Kombination mit der BAFA-Vor-Ort-Beratung bezuschusst.
Wann ist die BAFA-Beratung nicht geeignet?
Wegen der gegenüber anderen Vor-Ort-Beratungen höheren Kosten eignet sich die BAFA-Beratung weniger, wenn
- bereits der ESC oder das FMO Ihre Fragestellungen beantworten
- Sie von der KfW geförderte Einzelmaßnahmen durchführen wollen
Erfahrungsgemäß liegen die Kosten für eine gute BAFA-Beratung in den Bereichen Ein- bzw. Zweifamilien-Haus zwischen 800 € und 1.000 €. Der Betrag reduziert sich für den Beratungsempfänger um den Bundesförderanteil in Höhe von 300 €. Der Gesamtaufwand für den Berater beträgt 15 bis 20 Stunden. Der Förderanteil für Gebäude mit drei und mehr Wohneinheiten liegt bei 360 €. Der Zuschuss beträgt maximal 50 % der Nettoberatungskosten.
Zu den weiteren Fördervoraussetzungen zählt, dass bis zum 31.12.1994 der Bauantrag gestellt bzw. die Bauanzeige erstattet wurde, und die Gebäudehülle anschließend nicht aufgrund späterer Baugenehmigungen zu mehr als 50% durch Anbau oder Aufstockung verändert worden ist. Die Gebäude müssen ursprünglich als Wohngebäude geplant und errichtet worden sein oder derzeit auf mehr als 50% der Gebäudefläche zu Wohnzwecken genutzt werden.
Wichtig für Sie: Als KlimaschutzAgentur koordinieren wir diese Dienstleistung und weisen Sie auf Berater mit BAFA-Zulassung hin. Die Berater haben mit uns kein Vertragsverhältnis und auch für die Zulassung der Berater sind wir nicht zuständig.
Weitere Informationen zur Vor-Ort-Beratung
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